
Altholz entsorgen im Oberland: Was erlaubt ist, was nicht – und wann sich ein Container lohnt
Die alten Terrassendielen liegen im Hof, die Holzdecke ist schon halb ab und auf dem Dachboden stapeln sich Bretter aus drei Jahrzehnten. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Holz?
Holz ist nicht gleich Holz. Während manche Bretter problemlos verwertet werden können, gelten andere als belastetes Altholz und müssen getrennt entsorgt werden.
Nicht alles darf in den gleichen Container. Nicht alles gehört auf den Wertstoffhof. Und was genau „behandeltes Holz“ bedeutet, wissen die wenigsten auf Anhieb.
Wir von Ehgartner fahren täglich durch Geretsried, Wolfratshausen, Forstinning und das Oberland. Auf den Baustellen, bei Privathaushalten, in den Schreinereien. Die häufigste Frage an unsere Fahrer lautet nicht „Welchen Container brauche ich?“, sondern: „Darf das alte Gartenholz da überhaupt rein?“
Das Wichtigste auf einen Blick
- Naturbelassenes Holz kann meist regulär über Wertstoffhof oder Container entsorgt werden.
- Lackierte, beschichtete oder verleimte Hölzer gelten als behandeltes Altholz.
- Imprägnierte Gartenhölzer benötigen eine gesonderte Entsorgung.
- Für Kleinmengen reicht häufig der Wertstoffhof.
- Bei größeren Renovierungen spart ein Container Zeit, Fahrten und Aufwand.
Inhalt dieses Artikels:
1. Altholz-Kategorien: naturbelassen, behandelt, imprägniert
Für die richtige Entsorgung ist vor allem entscheidend, wie das Holz behandelt wurde. Die Altholzverordnung unterscheidet zwar mehrere Kategorien (A I bis A IV), für die Praxis reicht meist folgende Einteilung:
Übersicht Kategorien von Altholz:
- Naturbelassenes Holz
z.B. Bretter, Dachlatten, Kanthölzer, unbehandelte Paletten
Entsorgung: Wertstoffhof oder Altholzcontainer - Behandeltes Holz
z.B. Möbelplatten, Türen, Regale, lackierte oder beschichtete Bretter
Entsorgung: abhängig von Annahmeregeln und Containerart - Imprägniertes Holz
z.B. Gartenpfosten, Bahnschwellen, ältere Terrassendielen
Entsorgung: separate Entsorgung erforderlich
Naturbelassenes Holz
Hierzu zählen beispielsweise Bretter, Dachlatten oder Kanthölzer ohne Beschichtung oder chemische Behandlung. Dieses Material lässt sich in der Regel problemlos verwerten und kann meist über den Wertstoffhof oder einen Altholzcontainer entsorgt werden.
Behandeltes Holz (lackiert, beschichtet, verleimt)
Möbelplatten, furnierte Bauteile, Türen oder lackierte Bretter gehören zur Kategorie des behandelten Altholzes. Ob es beim Wertstoffhof Ihres Landkreises angenommen wird und was es kostet, lässt sich am schnellsten im Abfallkalender nachlesen – oder Sie rufen uns kurz an.
Imprägniertes oder belastetes Holz
Besonders häufig gibt es Unsicherheiten bei Gartenhölzern. Alte Zaunpfosten, Balkonbauteile oder Terrassendielen sehen oft harmlos aus, wurden jedoch mit Holzschutzmitteln behandelt. Solches Holz muss gesondert erfasst werden – weder auf den normalen Holzstapel noch in einen Standard-Altholzcontainer. Bei Unsicherheit: Foto machen und bei uns nachfragen.
Tipp: Abfälle aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen? Die aktuellen Annahmeregeln und Wertstoffhof-Öffnungszeiten finden Sie direkt beim Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Für den Landkreis Ebersberg hier: Landkreis Ebersberg Abfallwirtschaft.
2. Altholz entsorgen: Wertstoffhof oder Container?
Für kleine Mengen: Wertstoffhof
Ein altes Regal, ein paar Bretter vom Gartenhaus: Das passt gut auf den Wertstoffhof. Wichtig ist, vorher zu prüfen, was Ihr Landkreis annimmt und was es kostet – das variiert von Gemeinde zu Gemeinde.
Für größere Mengen: Container
Viele Kunden merken nach dem ersten Wertstoffhof-Besuch, dass die eigentliche Arbeit nicht das Abräumen ist – sondern das mehrfache Verladen, Sichern und Wegfahren.
Mit einem Container entfällt dieser Aufwand:
- Container liefern lassen
- Altholz direkt vor Ort einfüllen
- Abholung nach Fertigstellung
Wir stellen den Container dort auf, wo er möglichst bequem befüllt werden kann – beispielsweise in der Einfahrt, im Hof oder direkt an der Baustelle.
3. Altholz richtig entsorgen: Diese Fehler verursachen häufig Zusatzkosten
Bei unseren täglichen Containerstellungen im Oberland begegnen uns immer wieder dieselben Fehler. Wer sie vermeidet, spart Zeit, Geld und unnötige Rückfragen.
Dos – das sollten Sie tun
- Grob vorsortieren: naturbelassenes Holz getrennt von lackiertem oder imprägniertem Holz. Es muss nicht perfekt sein – Hauptsache, das ganz belastete Material landet nicht im normalen Holzstapel.
- Metallteile entfernen: Scharniere, Schrauben, Winkel – was sich lösen lässt, sollte raus. Kleine Reste sind meistens unkritisch.
- Bei alten Bauteilen nachfragen: Pfosten, Balken oder Dielen aus älteren Baujahren können belastet sein. Lieber einmal kurz anrufen als falsch entsorgen.
Don’ts – das sollten Sie vermeiden
- Altholz in den Restmüll: Größere Holzstücke gehören nicht in die graue Tonne – weder aus Platzgründen noch wegen der Verwertung.
- Imprägniertes Holz unter normales Altholz mischen: Das führt zu Problemen bei der weiteren Verwertung und kann Mehrkosten verursachen.
- Container über den Rand hinaus beladen: Was über den Containerrand ragt, ist ein Transportrisiko. Wenn der Platz knapp wird, ist ein größerer Container die bessere Option.
- Baustellenmix in den Holzcontainer: Wir haben schon Container abgeholt, in denen Gipskarton, Dämmmaterial und imprägnierte Schwellen bunt gemischt waren. Das kostet alle Beteiligten mehr – Zeit, Geld und Nerven.
4. Welcher Container passt zu Ihrem Projekt?
Die passende Größe wird häufig unterschätzt. Vor allem sperrige Möbel, Einbauten oder Holzdecken benötigen deutlich mehr Platz als lose Bretter.
Projekt: Einige Regale, kleines Gartenhaus, kleine Terrasse
Empfohlene Containergröße: 3–5 m³
Projekt: Dachbodenräumung oder größere Terrasse
Empfohlene Containergröße: 5–7 m³
Projekt: Komplette Sanierung, Haus und Garage
7–10 m³ oder Beratungsgespräch
Faustregel: Lose Bretter lassen sich platzsparend stapeln. Möbel, Einbauschränke oder Holzverkleidungen benötigen oft deutlich mehr Volumen als erwartet.
Wenn Sie unsicher sind, beraten wir Sie gerne vor der Bestellung. Ein kurzes Telefonat verhindert oft, dass später ein zweiter Container benötigt wird.
5. Häufige Fragen zur Altholz-Entsorgung
Lackiertes und gestrichenes Holz zählt zur Kategorie behandeltes Altholz (A II/A III). In vielen Fällen wird es zusammen mit anderem Altholz angenommen – abhängig davon, welche Abfallarten für den jeweiligen Container zugelassen sind. Prüfen Sie die Angaben beim Container-Shop oder sprechen Sie kurz mit uns.
Imprägnierte Gartenhölzer – Pfosten, Balkonbrüstungen, ältere Freilandhölzer – sind häufig mit Holzschutzmitteln belastet und müssen getrennt erfasst werden. Sie gehören weder in den Standard-Holzcontainer noch auf den Holzhaufen beim Wertstoffhof. Hier am besten kurz bei uns oder der kommunalen Abfallberatung nachfragen – dann wissen Sie, woran Sie sind, bevor Sie das Holz verladen.
Das regelt jede Gemeinde anders. In manchen Orten geht ein Teil des Holzes über den Sperrmüll, in anderen fährt der Sperrmüll einfach daran vorbei. Die verlässlichere und umweltgerechtere Lösung ist die getrennte Sammlung über Wertstoffhof oder Container – weil Altholz so gezielter verwertet werden kann.
Gerade bei älteren Bauteilen ist das oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Machen Sie ein Foto oder bringen Sie ein Musterstück mit und fragen Sie bei uns oder der kommunalen Abfallberatung nach. Wir sagen Ihnen, wohin das Holz gehört.
Die Kosten hängen von der Holzart, der Menge und dem gewählten Entsorgungsweg ab. Kleinmengen können häufig über den Wertstoffhof abgegeben werden. Bei größeren Mengen ist ein Container oft die wirtschaftlichere Lösung, da Anfahrt, Transport und Verwertung bereits enthalten sind.
Das hängt vom Alter und der Behandlung des Holzes ab. Besonders ältere Terrassendielen wurden häufig imprägniert und müssen getrennt entsorgt werden. Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie uns einfach ein Foto.
6. Altholz-Container bestellen im Oberland
Wir sind seit Jahren in Geretsried und Forstinning zu Hause – und täglich in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Ebersberg, München und dem Oberland unterwegs. Private Renovierungen, Handwerksbetriebe, gewerbliche Baustellen: Wir kennen den Unterschied – und liefern den Container, der wirklich passt.
Ihre Vorteile:
- Container online bestellen – rund um die Uhr, ohne Wartezeit
- Lieferung und Abholung im Oberland – zuverlässig und pünktlich
- Fachgerechte Verwertung nach Altholzverordnung
- Persönliche Beratung, wenn Sie unsicher sind: 08171 9338-0
