München, 17.06.2022
Endlich ist es soweit: Der Höhepunkt der Kampagne „Kreislaufpilot“ zum Internationalen Tag der Müllabfuhr. LKWs mehrerer Entsorgungsbetriebe in und um München versammeln sich am herrschaftlichen Münchner Professor-Huber-Platz, um auf die Bedeutung der Müllentsorgung aufmerksam zu machen und für unsere Branche zu werben. Wir sind natürlich auch dabei!

 

Bei herrlichster Sonne geht es am Vormittag für uns los. LKW-Fahrer Manni, Beifahrer Sergej und Ehgartner-Geschäftsführer Markus Janka machen sich am Brückentag nach Fronleichnam auf den Weg nach München, um ein Zeichen zu setzen. Gemeinsam mit den Müll-Lastern der anderen Entsorgungsbetriebe steuert LKW-Fahrer Manni am Internationalen Tag der Müllabfuhr unseren neuen Abrollkipper auf den imposanten Professor-Huber-Platz, an dem sich heute zahlreiche Müllfahrer und ihre Vorgesetzten versammeln. Inmitten des Platzes: ein echter Hingucker in Form einer überlebensgroßen Abfalltonne des VBS (Verband Bayerischer Entsorgungsunternehmen).

Klare Botschaft: Arbeitskräfte dringend gesucht

Um Punkt 12 Uhr betritt Verbands-Geschäftsführer Rüdiger Weiß die Bühne und fasst die aktuelle Situation zusammen. „Eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft ist unabdingbar, um die Rohstoffversorgung auch in Zukunft sicherzustellen“, betont er und stellt klar: „Arbeit in der Abfallwirtschaft gilt zu Unrecht als unattraktiv, denn sie ist zukunftsträchtig, vielfältig und abwechslungsreich.“ Der Personalbedarf sei bei allen Unternehmen in der Branche sehr groß und zwar in allen Bereichen. Dies fange an bei den Kraftfahrern an, betreffe aber auch Wertstofferfassung, Sortierung und Aufbereitung.

Auch Stefan Böhme, Präsident des VBS, ergreift das Wort und weist darauf hin, dass das Fehlen qualifizierter Arbeitskräfte dem Verband und seinen Mitgliedsunternehmen seit Jahren zu schaffen macht. Vor allem junge Menschen möchte er mobilisieren, ein „Teil des Kreislaufs“ zu werden und die Vorteile der oft familiengeführten Unternehmen für sich zu nutzen.

Wie anspruchsvoll der Beruf des Müllfahrers heute ist, davon weiß Gernot Becht, Ausbilder für Kraftfahrer-Verkehrsschulungen und ehemals selbst jahrelanger Kraftfahrer bei der Firma Ehgartner, zu berichten. In seinem Kurzvortrag macht er deutlich, wie sehr sich das Berufsbild in den letzten Jahrzehnten aufgrund technischer Anforderungen gewandelt hat.

Beistand von FDP und Grünen & Musik vom Werstoffhof

Unterstützung für den Verband kommt auch von den Landespolitikern Albert Duin (FDP) und Christian Hierneis (Grünen). Beide loben die Kampagne und wissen um die Wichtigkeit einer funktionierenden Abfallwirtschaft. Der FDP-Abgeordnete Albert Duin betonte mit dem Blick auf viele Nachbarsländer: „Man muss nur die regelmäßig wiederkehrenden Abfallkrisen im europäischen Ausland betrachten, um zu erkennen, dass unsere gesicherte Abfallwirtschaft keineswegs selbstverständlich ist.“

Und schließlich ist es Zeit für Musik. Oder genauer: ein Bühnenspektakel der Band „Recyklang“. Mit recycelten Eigenbau-Instrumenten direkt vom Wertstoffhof, einer gelungenen Mischung aus Schrott und Fantasie, rockt das Trio die Bühne und zeigt, wie beeindruckend Upcycling klingen kann.

Zukunftssicher und wichtig: Arbeitsplätze in der Abfallwirtschaft

Markus Janka äußert sich sehr zufrieden am Ende der Kundgebung: „Aus meiner Sicht war das ein absolut erfolgreicher Tag und eine tolle Plattform, um das öffentliche Augenmerk auf die Wahrnehmung unserer Branche und die Attraktivität unserer Arbeitsplätze zu lenken. Besonders gefällt mir, dass alle hiesigen Unternehmen aus der Abfallwirtschaft in dieser Sache zusammen an einem Strang ziehen. Wir sind alle Teil des Wirtschaftskreislaufs und tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. Wir bieten eine große Bandbreite an Jobs, die zukunftssicher und zukunftsrelevant sind. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen. Ich hoffe, dass wir mit unserer Botschaft viele Menschen erreicht haben und wir mittelfristig zahlreiche neue Nachwuchskräfte in der Kreislaufwirtschaft begrüßen können.“