Seit fast zwei Jahrzehnten ist Sascha Bergelt Teil des Ehgartner-Teams – zuerst in der Werkstatt, heute als Berufskraftfahrer im Containerdienst. In unserem Mitarbeiter-Interview gibt er Einblicke in seinen Arbeitsalltag, erzählt von den Momenten auf Tour und spricht darüber, was sich in 20 Jahren Entsorgungsbranche verändert hat.

Weltkugel aus Plastik & Müll

Wie lange bist du schon bei Ehgartner?

Ab Januar 2026 sind es schon 20 Jahre. Im Prinzip mein ganzes Arbeitsleben. Ich habe in den 20 Jahren alles mal gefahren – von der Kehrmaschine bis zum Saugwagen und. Sattelzug. Heute fahre ich aber hauptsächlich die Abrollcontainer für den Containerdienst im Bereich Gewerbeabfälle.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag?

Ich weiß noch, dass ich ziemlich nervös war. Ich habe damals als Mechaniker in der Werkstatt angefangen. Der Tag damals war für mich sehr interessant mit der ganzen Hydraulik. Das hat mich damals sehr fasziniert.

Wie bist du damals zu Ehgartner gekommen – Zufall oder bewusste Entscheidung?

Ich kannte die Familie Janka vom Eishockey, hatte gerade den Wehrdienst an den Nagel gehängt und habe mich einfach mal beworben. Ich wurde direkt genommen worden und bin bis heute geblieben.

Was hat sich seit deinem Einstieg in dem Beruf am meisten verändert?

Wir haben auf jeden Fall deutlich mehr Auflagen als früher zu berücksichtigen. Das macht für uns die Berufsausübung schwieriger. Ansonsten das übliche Auf und Ab des Geschäftslebens. Mal sind mehr Aufträge da, mal weniger.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Mein Tag fängt um 5 Uhr an. Dann sitze ich im LKW, mache ich meine Abfahrtskontrolle und kurz nach 5 Uhr fahre ich dann raus nach Wolfratshausen, Holzkirchen, Rosenheim – je nachdem, was auf der Tour für den Tag steht. Welche Aufträge anstehen, bekomme ich immer am Vortag mitgeteilt. Ich bringe leere Container zu den gewünschten Adressen, hole volle ab und leere sie – je nach Inhalt – in unseren Standorten in Forstinning oder Geretsried. Dann bringe ich sie frisch geleert wieder zurück. Am frühen Nachmittag endet mein Arbeitstag.

Musst du kontrollieren, ob die Container ordnungsgemäß befüllt wurden?

Es gibt schon ab und an Ladungen, bei denen ich vorm Abkippen die Kollegen aus der Halle bitte, drüberzuschauen, ob das sortenreiner Abfall ist. Im Normalfall kann ich aber einfach abkippen und weiterfahren.

Was sind Herausforderungen, mit denen du und die Kollegen manchmal konfrontiert sind?

Manchmal sind die Standorte beim Anfahren oder Abstellen der Container wirklich eng und herausfordernd. Zum Glück unterstützt uns dabei die moderne Fahrzeugtechnik, die vieles erleichtert.

Gibt es Punkte in deinem Beruf, die Außenstehende oft unterschätzen oder gar nicht kennen?

Viele unterschätzen, wie wichtig für uns ordentlich geparkte Autos in engen Straßen sind. Sie denken, wenn sie ihr Auto achtlos abstellen, nicht daran, wie groß der Wendekreis eines LKWs sein kann. Außerdem erleben wir auch häufig riskante Überholmanöver. Außenstehende denken oft nicht drüber nach, wie unangenehm sich das für uns in der Fahrerkabine anfühlt.

Was würdest du dir von der Gesellschaft wünschen?

Man sollte unserer Berufsgruppe mehr Wertschätzung entgegenbringen – insbesondere den Müllfahrern. Unsere Aufgaben sind nicht immer leicht. Wir sind dankbar, wenn man uns Rücksicht entgegenbringt – zum Beispiel, wenn wir rückwärts in enge Gassen rangieren. Dann einfach ein oder zwei Minuten warten, anstatt sich knapp an uns vorbeizudrängen.

Was hat sich in den 20 Jahren zu Vorteil verbessert?

Der Technischer Fortschritt hat sich wahnsinnig entwickelt. Man muss längst nicht mehr so oft aussteigen, weil die Fernsteuerung vieles einfacher macht. Man kann die Container nah an die Hauswand stellen – je nachdem, wie es der Kunde haben will. Da sind wir bei Ehgartner sehr gut ausgestattet und uns wird die Arbeit leicht gemacht. Auch nach 20 Jahren kann ich die Firma als Arbeitgeber sehr empfehlen.

Was war ein schöner Moment, den du in deiner Berufslaufbahn erlebt hast?

Da gibt es viele schöne Momente. Zum Beispiel die Kinder, die sich freuen, wenn man für sie hupt. Aber vor allem, wenn der Kunde zu uns sagt: „Danke, dass ihr rechtzeitig seid.“